Hurra, diese Autoren werden ab dem 1. Januar 2013 gemeinfrei und dürfen unbedenklich zitiert werden:
Robert Musil
Stefan Zweig
Neel Doff
Tatu Vaaskivi
Artturi Järviluoma
Léon Daudet
Peadar Toner Mac Fhionnlaoich
Janusz Korczak
William Pierpont Black
Terézia Vansová
Ramon Casas i Carbó
Wilhelm Peterson-Berger
Ernest Bramah
Violet Hunt
(http://www.publicdomainday.org/node/39)
Die Zitatejägerin
Aphorismen * Bonmots * Geflügelte Worte * Proverbia * Quotes * Redewendungen * Sentenzen * Sprichwörter * Sprüche * Weisheiten * Zitate * Falschzitate * Misquotations
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Sonntag, 16. Dezember 2012
Mittwoch, 29. Februar 2012
Na sowas … (Über ein fälschlich Tucholsky zugeschriebenes Gedicht)
… da hatte ich in meinen Schreibblog das Gedicht "Wenn die Börsenkurse fallen" von Kurt Tucholsky eingestellt (siehe juttas-schreibblog.blogspot.com/2008/10/gedicht-der-woche_30.html), und nun stellt sich heraus, dass es gar nicht von ihm ist. Die Tucholsky-Gesellschaft hat eine Richtigstellung auf ihrer Web-Seite veröffentlicht. Das Gedicht ist von einem Pannonicus (richtiger Name Richard G. Kerschhofer). Weiterlesen
Samstag, 14. Mai 2011
Zitat des Tages zum Zitieren
Nenne niemals eine Quelle, alles, was du zitierst, hätte auch von dir kommen können und damit sind Quellen unnötig.
(Aus: So wirst du Foren-Benutzer des Monats)
(Aus: So wirst du Foren-Benutzer des Monats)
Montag, 11. April 2011
Wir alle zitieren – aus Not, aus Neigung und aus Freude daran
In meinem Post auf Juttas Schreibblog Warum die Verletzung des Urheber- und Zitatrechts kein Kavaliersdelikt ist schrieb ich, bevor ich mitbekam, dass jedes zweite Zitat, das ich in den Weiten des Netzes finde, falsch wiedergegeben und nicht belegt ist:
Wir alle blättern gern in Zitatensammlungen und stellen gern Zitate irgendwo ein. Nur: das kann viel Ärger mit sich bringen. Denn, wie Gabriel Laub so schön sagt: „Ein Zitat ist besser als ein Argument. Man kann damit in einem Streit die Oberhand gewinnen, ohne den Gegner überzeugt zu haben.“ Oder Ralph Waldo Emerson: „Wir alle zitieren – aus Not, aus Neigung und aus Freude daran. Der Wert der Sprüche liegt in ihrer Schönheit und in ihrer gleichen Angemessenheit für jedes Verständnis.“In diesem einen Absatz sind schon zwei Fehler. Ob Gabriel Laub das gesagt hat, ist nicht belegt. Denn das Zitat wird auch Ludwig Marcuse zugeschrieben. Das andere Zitat stammt zwar von Emerson, aber so hat er das nicht gesagt. Das Originalzitat lautet:
By necessity, by proclivity, and by delight, we all quote. We quote not only books and proverbs, but arts, sciences, religion, customs, and laws; nay, we quote temples and houses, tables and chairs, by imitation. (Ralph Waldo Emerson, Quotation and Originality)(In The Works of Ralph Waldo Emerson, Bd 1. Routledge 1913, S. 467)
„Der Wert der Sprüche liegt in ihrer Schönheit und in ihrer gleichen Angemessenheit für jedes Verständnis“ ist zwar gut gesagt, aber das gehört nicht zu dem Zitat, und leider habe ich dafür keine Quelle gefunden.
Ich habe den Absatz geändert. Der Blogeintrag beginnt nun mit den Worten:
Wir alle blättern gern in Zitatensammlungen und stellen gern Zitate irgendwo ein. Denn, wie Ralph Waldo Emerson in Quotation and Originality so schön sagt: „Wir alle zitieren – aus Not, aus Neigung und aus Freude daran (By necessity, by proclivity, and by delight, we all quote).“ Nur: das kann viel Ärger mit sich bringen.
Montag, 28. Februar 2011
Karl Kraus übers Zitieren
Aber ich gestatte keinem, eine Äußerung aus den letzten drei Jahren in wohlwollender Absicht zu zitieren, wenn er sich nicht verpflichtet, an die Kontrolle des Nachdrucks wenigstens den hundertsten Teil der Sorgfalt zu wenden, die ich an die Kontrolle des Drucks gewendet habe. Diese Mahnung geht eo ipso nur solche Redakteure an, die mir eine ihnen bequeme Meinung abknöpfen wollen und den Nachdruck mit jenen Worten einleiten, die mich sofort zur entgegengesetzten Meinung entflammen könnten: »Mit Recht bemerkt der bekannte Herausgeber der ‚Fackel‘«. Wenn also der Unfug schon geduldet werden soll, so müßte wenigstens der Text, der nach solcher Einleitung noch immer seinen künstlerischen Ursprung behaupten könnte, unverändert dastehen. Die Redakteure nehmen aber, was ihnen paßt, und markieren die Auslassungen nicht einmal durch Punktreihen. Welchem organischen Ganzen der Teil genommen war, ist dann nicht mehr zu erkennen. Daß man durch Streichung eine Plattheit in einen Gedanken, aber auch einen Gedanken in eine Plattheit verwandeln kann, verstehen diese sprachverlassenen Meinungssucher nicht. Und sie tun ein Übriges: sie sehen auch nicht nach, wie der Setzer ihr Flickwerk zugerichtet hat. In einer deutschen Monatsschrift, die von einer Dame redigiert wird, ist jeder Satz, mit dem ich angeblich »Recht« habe, verstümmelt oder in sein Gegenteil verkehrt. Daß durch Weglassung der Anführungszeichen in einem Satz, der noch ein zweitesmal vorkommt, statt einer Kontrastwirkung eine Wiederholung bewirkt wurde, dafür muß ein Setzer kein Verständnis haben. Aber ein Redakteur, der’s auch nicht hat, kennt nicht einmal die Verpflichtung, dort eine mechanische Kontrolle zu üben, wo ein Anderer gedacht hat. Die Dreistigkeit der Absicht, mich zu redigieren, würde ich noch verzeihlicher finden als die grundsätzliche Nichtachtung vor geistiger Arbeit, die in der sorglosen Preisgabe an die Gefahren des Druckes gelegen ist.
Karl Kraus, Die Fackel (1909), S. 26/27
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